Kekse, Chips und Kern-Energie:

SolidWorks im Ingenieurbüro
Azeta GmbH Hamburg


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»Unsere Kunden suchen nach Lösungen unter besonderen Rand- bedingungen. Azeta kann dieser Anforderung nur gerecht werden, wenn wir das, was der Kunde im Detail erwartet, verstehen.«
Dipl.-Ing. Alexander Poppels, Geschäftsführer Azeta GmbH & Co. KG

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In Supermarktregalen sind Kekse und Chips in benachbarten Regalreihen anzutreffen, handelt es sich doch jeweils um "Knabbergebäck", das den Nachmittagskaffee oder den Fernsehabend kulinarisch aufwerten soll. Nun ist der Begriff "Chip" allerdings doppeldeutig. Und überhaupt, was hat das alles mit SolidWorks zu tun?

Wir befinden uns in einem großzügigen Konferenzraum in dem von den "Walddörfern" flankierten Hamburger Stadtteil Sasel. Die hier ansässige Azeta wurde 2005 in Dortmund gegründet, kurz darauf eine weitere Geschäftsstelle in Hamburg eröffnet. Aufgrund der florierenden Auftragslage, unter anderem durch die Übernahme kompletter Entwicklungs- und Konstruktionsprojekte in Eigenverantwortung, wurden 2007 zusätzliche Büroflächen im Grüngürtel der Hansestadt bezogen und die Verwaltung sowie die Konstruktion dort konzentriert. Die Hamburger Niederlassung hat damals ihre Belegschaft in kurzer Zeit fast verdoppelt.


Hydraulische Spannmutter komplett mit SolidWorks konstruiert und gefertigt

"Wir sind ein inhabergeführtes Büro und konzentrieren uns - vielleicht im Unterschied zu anderen Ingenieurdienstleistern - auf ganz bestimmte Sektoren", definiert der Geschäftsführer, Diplom-Ingenieur Alexander Poppels. So liegt der Zielmarkt der Azeta eindeutig im Maschinenbau. Im Focus stehen dabei Sondermaschinen, Druckmaschinen, Verpackungsmaschinen und Papierverarbeitungsmaschinen.

"Unsere von Hamburg aus betreuten Kunden sind aufgrund der Konzentration auf die genannten Schwerpunkte über den ganzen Norden verteilt. Sie suchen nach Lösungen zu technischen Aufgabenstellungen unter besonderen Randbedingungen. Azeta kann dieser Anforderung nur dann effizient gerecht werden, wenn wir das, was der Kunde im Detail erwartet, verstehen. Das war immer unsere erklärte Absicht: Anbieter mit dem entsprechenden Fachwissen zu sein", ergänzt Poppels.



Mit Hilfe dieser Spannmutter können beliebig geformte Flansche mit unterschiedlichen dimensionierten Schrauben in einem Zug absolut gleichmäßig verspannt werden


Die drei großen Bereiche
Das Angebot der Azeta deckt drei große Bereiche ab. Da ist zum einen der Bau vollständiger Maschinen oder -komponenten, also die Übernahme kompletter Entwicklungs- und Konstruktionsprojekte zu nennen, zum anderen die Erbringung von Entwicklungs- und Konstruktionsleistungen als Dienstleister innerhalb unterschiedlichster Projekte sowie - als dritter Schwerpunkt - die Bereitstellung von qualifiziertem Fachpersonal für die Dauer eines Projektes, das sogenannte "Resident Engineering". Mit ihrem Stamm von rund 30 Mitarbeitern kann die Azeta eine ganze Reihe von Qualifikationen abdecken, unter anderem stehen Projektleiter, Projektmanager, Entwicklungsingenieure,  Konstruktionsingenieure, Programmierer, Techniker und Technische Zeichner mit ihrem spezifischen Know-how zur Verfügung. 

"Neben maschinenbaulichen oder fachlichen Kompetenzen wird diese Form des Know-how-Transfers insbesondere auch bei der Einführung neuer CAD-Technologien genutzt, wo gezielt Fachleute im Umgang mit einer bestimmten Software zur Team-Unterstützung eingebunden werden," berichtet der Diplom-Ingenieur.



Beate Preiser: "Alle unsere Mitarbeiter bestätigen, dass SolidWorks das beste und am einfachsten zu erlernende Programm ist. Andreas Polzin macht eine Ausbildung zum Technischen Zeichner, Fachrichtung Maschinenbau.

Zufriedene Kunden aus vielen Projekten
Im Laufe der Jahre wurden eine Reihe mittlerer aber auch ganz großer Projekte bis hin zur Auslieferung kompletter Maschinen abgewickelt. "Unsere Kunden bitten uns regelmäßig um Zurückhaltung, was das Publizieren unserer bearbeiteten Projekte angeht", bedauert Poppels. "Selbstverständlich verhalten wir uns hier 100% loyal und geben dann keine Namen und keine Bilder an die Öffentlichkeit".

Kekse, Chips, und Kernenergie
Soviel darf zur Charakterisierung der Azeta Projekte aber doch verraten werden: Ein Schwerpunkt des Azeta Know-hows liegt in der Konstruktion von Maschinen und Anlagen, die im Bereich der Nukleartechnik verwendet werden. Ein weiteres großes Projekt wurde für einen führenden Gebäckproduzenten realisiert, ein anderer großer Kunde ist im Sektor Chip-Produktion für die Computerindustrie ansässig. Und auch verschiedene Stationen von Montagestraßen für die Autoindustrie wurden mit Hilfe von Azeta-Konstrukteuren realisiert.
Obschon das Know-how der Azeta-Ingenieure sich über diverse CAD-Programme erstreckt - neben CATIA, Unigraphics und Pro/ENGINEER beherrschen Azeta Mitarbeiter auch SolidEdge, Inventor, AutoCAD, Medusa und ME10 - ist das am häufigsten verwendete CAD Programm mittlerweile SolidWorks.

"Mindestens 80% unserer Projekte machen wir mit dieser Software", bestätigt der Geschäftsführer. "Ein großer Vorteil von  SolidWorks liegt natürlich in dessen Leistungsfähigkeit. Bei unserer Klientel müssen wir in aller Regel auch keine andere Software mehr verwenden, da wir mit SolidWorks alles bestens bewerkstelligen können."

Hydraulische Spannmutter komplett mit SolidWorks konstruiert und gefertigt
Ein Projekt, in dem die Leistungsfähigkeit des Programms bei Azeta zum Tragen kam, ist die Konstruktion einer speziellen hydraulischen Spannmutter: Diese Spannmutter ersetzt eine konventionelle Mutter und wird zum Beispiel zum Verbinden von Flanschen, bei denen zur Gewährleistung der Flanschdichtigkeit sehr gleichmäßige Spannungszustände angestrebt werden, verwendet. Typische Anwendungen sind Gehäuseflansche, wie sie zum Beispiel im Turbinenbau verwendet werden, oder Off-Shore-Verbindungen von Rohren mit großen Durchmessern.

Mit Hilfe eines separaten Hydraulikaggregates und sehr hohem, hydraulischem Druck (> 4.000 bar) werden zunächst alle Spannmuttern gegen die Flansche verspannt. Die Spannmuttern sind untereinander über flexible Schläuche verbunden, so dass in allen Muttern gleicher Druck - und damit gleiche Schraubenvorspannung - erreicht wird, und dies unabhängig von der individuellen Gewindegeometrie. Anschließend werden die Spannmuttern mechanisch gesichert, so dass die Vorspannung dauerhaft aufrecht erhalten werden kann, und der hydraulische Druck wird zurückgefahren. Die Schläuche und das Hydraulikaggregat werden entfernt und können weiter verwendet werden. Die Spannmuttern verbleiben am Flansch, oft über mehrere Jahre hinweg. Das Lösen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

Fast alle Komponenten der Spannmutter bestehen aus hoch vergüteten Stählen mit sehr hoher Zugfestigkeit, aber niedriger Bruchdehnung. Weiterhin sind besondere Dichtprinzipien, und spezielle Oberflächenbehandlungen erforderlich. Die verwendeten Werkstoffe sowie die eingesetzten Bearbeitungsverfahren sind komplex und entsprechen dem neusten Stand der Technik. Mit Hilfe dieser Spannmutter können also beliebig geformte Flansche mit unterschiedlichen dimensionierten Schrauben in einem Zug absolut gleichmäßig verspannt werden. Dies gibt es sonst in dieser Form nicht am Markt.

Auch bei diesem Projekt, welches intensive mechanische und kinematische Analysen erforderte, hat Azeta von der Leistungsfähigkeit von SolidWorks profitiert. Die enge Verknüpfung von Mechanik, Kinematik und die Schnittstellen zu FE-Programmen sowie der "pragmatische" Aufbau von SolidWorks, welcher es ermöglicht, schnell zu guten Ergebnissen zu gelangen, haben in hohem Maß zum Erfolg dieses Projektes beigetragen.

Mit SolidWorks schneller von der Idee zum Produkt
Seit 2008 ist Azeta Ausbildungsbetrieb. Ausbildungsbeauftragte Beate Preiser: "Alle unsere Mitarbeiter bestätigen, dass SolidWorks das beste und am einfachsten zu erlernende Programm ist. Auch Mitarbeiter, die bisher in 2D konstruiert haben, konnten schnell von 3D CAD mit SolidWorks überzeugt werden. "

"Für viele Maschinenbaubetriebe ist SolidWorks die beste am Markt verfügbare CAD-Lösung", fasst Alexander Poppels zusammen - und das unter Kenntnis einer Vielzahl anderer CAD-Systeme.



Der Autor dieses Artikels ist Christian Burdorf.
Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Azeta GmbH & Co. KG, Hamburg.

Zu den Internetseiten der Azeta: www.azeta.de

Azeta GmbH & Co. KG
Saseler Chausee 166
22393 Hamburg